Gewöhnliche Schmalbiene

Lasioglossum calceatum

Die Gewöhnliche Schmalbiene oder auch Gemeine Furchenbiene genannt (Lasioglossum calceatum) ist sehr anpassungsfähig – sowohl was die Wahl des Lebensraums als auch der Pollenpflanze angeht. So wurde die Art bereits an 19 verschiedenen Pflanzenfamilien beim Sammeln von Pollen beobachtet. Durch diese hohe Anpassungsfähigkeit ist die Art auch in Städten zahlreich anzutreffen. Der Herbst-Löwenzahn (Leontodon autumnalis) gehört zu den Arten, die von dieser Wildbiene gern als Pollenquelle genutzt wird. Er blüht von Juli bis September. Im Garten treffen wir ihn auf frischen, stickstoffreichen und möglichst kalkarmen Lehm- oder Tonböden an. Gern steht er in der prallen Sonne, aber auch im Vorgarten und an vielgestreuten Straßen fühlt er sich wohl. Aufgrund seines hohen ökologischen Wertes für Wildbienen sollten wir ihn im Garten dulden und nicht als Unkraut bekämpfen.

Die Gewöhnliche Schmalbiene ist mit gerade einmal 8 bis 10 mm eine der kleineren Vertreterinnen unter den Schmalbienen. Die Tiere sind im Gelände leider nicht eindeutig von nah verwandten Arten zu unterscheiden. Seit Anfang Juli kann man auch die Männchen beobachten, die potenziell bis in den Oktober fliegen. Sie heben sich von den Weibchen durch ihren langgezogenen, schmalen Körperbau deutlich ab. Die Weibchen der Gewöhnlichen Schmalbiene verpaaren sich bereits im Spätsommer bzw. Herbst und überwintern dann gemeinsam in ihren Geburtsnestern. In wärmeren Regionen gründen mehrere Weibchen kleine Völker, führen also ein soziales Leben. Die Weibchen in kälteren Regionen dagegen führen ein solitäres Leben, in dem jedes Weibchen seine eigene Brut versorgt. Diese wechselnde Lebensweise wird auch semisoziale Lebensweise genannt.

Bild: Aiwok, CC BY-SA 3.0