Die Kleine Pimpinelle
Pimpinella saxifraga
Bedeutung und Wert für Wildbienen
Die Kleine Pimpinelle wächst vorrangig auf mageren (nährstoffarmen) Böden. Solche Standorte sind oft von einer hohen Vielfalt an Pflanzen gekennzeichnet und beherbergen dadurch oft viele Insektenarten. Aufgrund ihrer kleinen Blüten bietet die Kleine Pimpinelle vor allem Wildbienenarten von wenigen Millimetern Größe eine gute Nektarquelle. Von zwei Arten ist bekannt, dass sie an dieser Pflanze Pollen sammeln: Die Gezeichnete Maskenbiene (Hylaeus pictipes) und die Rotbeinige Körbchensandbiene (Andrena dorsata). Beide Arten kommen im Stadtgebiet von Dresden vor, z. B. in der Neustadt und in Cotta.
Headerbild: Jenny Förster
Merkmale
Die Kleine Pimpinelle (Pimpinella saxifraga) gehört zur Familie der Doldenblütler. Der große Blütenstand wird von vielen kleinen weißen Einzelblüten als Doppeldolde gebildet.
Bild: Christian Gebhardt
Die grundständigen Blätter sind einfach gefiedert, wobei die einzelnen Fiederabschnitte rundlich stumpf und gesägt sind. Eine eindeutige Bestimmung wird allerdings erschwert durch die variable Ausformung der Fiederblätter.
Bild: Christian Gebhardt
Der Stängel ist rund und feingerilllt. Die Stängelblätter sind in ihrer Form variabel.
Bild: Christian Gebhardt
Natürliche Ausbreitung
Vermutlich werden die feinen Samen durch den Wind bzw. durch das Anhaften im Fell vorbeigleitender Tiere verbreitet.
Wissenswertes
Die frischen jungen Blätter würzen nicht nur die „Frankfurter Soße“, sondern viele weitere Gerichte, auch Blüten und Wurzel sind essbar. Die schleimlösende Wirkung dieser Pflanzen hilft bei Husten.
Standortansprüche
Die Kleine Pimpinelle fühlt sich im Garten an sonnigen bis halbschattigen Plätzen mit mageren Böden wohl. Auch für Blumentöpfe ab 12 cm Tiefe ist sie geeignet. Staunässe sollte vermieden werden.
Standort: Sonne bis Halbschatten
Platzbedarf: 35 cm x 35 cm
Höhe: 15 bis 50 cm
Wasser: frisch bis trocken
Blütezeit: Juli bis September
Vermehrung im Garten oder auf dem Balkon
Samenreife: August bis Oktober
Keimbedingungen: Lichtkeimer, Warm- und Kaltkeimer,
Die Samen sind reif, wenn die Früchte braun und trocken werden. Dann lassen sie sich mit den Fingern leicht vom Stiel lösen. Die kleinen kahlen Früchte sind nur 1 bis 2 mm dick.
Bild: Angela Kühne
Bild: Melinda Milos
Verbreitung und Lebensraum
Die Kleine Pimpinelle ist eine häufig vorkommende Art auf Magerrasen, Halbtrockenrasen sowie trockenen Wald- und Wegrändern.
Gefährdung
Die Kleine Pimpinelle ist in Sachsen als ungefährdete Art eingestuft (Rote Liste Sachsen 2013: ungefährdet).