Mai-Langhornbiene 

Eucera nigrescens

Im Mai sind die ersten Langhornbienen unterwegs – genaugenommen die Mai-Langhornbiene (Eucera nigrescens). Ihren Namen hat diese Gattung von den extrem langen Fühlern der Männchen, die oft genauso lang sind wie die Biene selbst. Dazu kommt, dass die Männchen ein auffällig gelbgefärbtes Gesicht besitzen. Auf der Suche nach Weibchen für die Paarung fliegen die Männchen oft schnell und im Zickzack durch die Vegetation. Ihre Nester legt diese Bienenart im Boden an, wobei sie sowohl Sandböden als auch Lehmböden nutzt und Abbruchkanten besonders bevorzugt.

Die Mai-Langhornbiene ist auf Schmetterlingsblütler spezialisiert. Man trifft sie daher auf Grünflächen mit Beständen von Schmetterlingsblütlern, also auf Fettwiesen, Streuobstwiesen oder Hecken- und Waldsäumen. Die am häufigsten genutzte Nahrungspflanze für diese Art ist die Zaunwicke (Vicia sepium). Aber auch die Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus) zählt mit zu den wichtigsten Pollenquellen für die Mai-Langhornbiene. Die Frühlings-Platterbse gilt in Sachen als gefährdet. Die rot-violetten, später blau-grünen Blüten bildet die Pflanze bereits im April aus. Im Garten fühlt sie sich auf nährstoffreichen humosen Böden im Schatten von Gehölzen oder halbschattigen Blumenbeeten sehr wohl.

Bild: Robert Kunter