Raue Löwenzahn 

Leontodon hispidus

Bedeutung und Wert für Wildbienen

Der Raue Löwenzahn wächst nicht nur auf mageren Standorten, sondern auch auf nährstoffreichen Wiesen, wo er eine wichtige Nahrungsquelle im Sommer ist. Unter den auf Korbblütlern spezialisierten Wildbienenarten findet man am Rauen Löwenzahn in Dresden die Gewöhnliche Dörnchensandbiene (Andrena humilis) und Pippau-Sandbiene (Andrena fulvago). Weitere typische Besucherinnen sind die Rote Ehrenpreis-Sandbiene (Andrena labiata), die Weißgebänderte Furchenbiene (Lasioglossum leucozonium) und die seltener anzutreffende Kleine Blattschneiderbiene (Megachile alpicola).

Headerbild: Christian Gebhardt

Merkmale

Der Raue Löwenzahn (Leontodon hispidus) gehört zur Familie der Korbblütler. Viele gelbe Einzelblüten sind in einem korbförmigen Blütenstand zusammengefasst. Die zahlreichen Zungenblüten werden von einer Reihe dunklerer und kürzerer Hüllblätter umschlossen. Die 2 bis 4 cm großen Blütenstände sind vom frühen Morgen bis in den Nachmittag geöffnet und schließen sich dann wieder.

Bild: Christian Gebhardt

Der Blütenstiel ist gefurcht und verbreitert sich nach oben in den Kopf. Aus der grundständigen Rosette wachsen ein bis zwei unverzweigte Stängel, die wie die Blätter steif behaart sind. Die Blätter sind lanzettlich bis fiederteilig.

Bild: Christian Gebhardt

Natürliche Ausbreitung

Die zarten Samen werden durch den Wind verbreitet.

Wissenswertes

Die verdickte Wurzel wurde früher als Kaffeeersatz genutzt. Die jungen frischen Blätter können im Salat verwendet werden.

Standortansprüche

Der Raue Löwenzahn benötigt einen gewöhnlichen, gut durchlässigen Gartenboden. Ungestört vermehrt er sich sehr gut selbstständig im Garten. Tritt er zu dominant im Beet auf, kann er stattdessen auch in extensiv gepflegte Rasenbereiche integriert werden.

Standort: sonnig bis halbschattig
Platzbedarf: 25 cm x 25 cm
Höhe: 10 cm bis 60 cm
Wasser: frisch bis trocken
Blütezeit: Juni bis Oktober

Vermehrung im Garten oder auf dem Balkon

Samenreife: ab Juli

Keimbedingungen: Lichtkeimer, Warmkeimer

Wenn der Samen reif ist, öffnet sich der Korb mit den 5 bis 8 mm langen, hell-braunen Früchten, die einen weißlichen bis bräunlichen Haarkranz (Pappus) tragen. Bevor der Wind sie wegträgt, sollten sie schnell geerntet werden.

Bild: Christian Gebhardt

Bild: Melinda Milos

Verbreitung und Lebensraum

Die Art besiedelt vorrangig Frischwiesen und -weiden, Trocken- und Halbtrockenrasen sowie Waldränder.

Gefährdung

Der Raue Löwenzahn ist in Sachsen als ungefährdete Art eingestuft (Rote Liste Sachsen 2013: ungefährdet).