Bild: Uwe Kaettniß

Vielfalt der Wildbienen

Wildbienen sind faszinierende Insekten und vielfältiger als allgemein bekannt. Allein in Sachsen gibt es mehr als 400 Arten und viele davon können Sie im Stadtgebiet Dresden finden. Am besten lassen sich unsere heimischen Wildbienen kennenlernen, indem sie bei der Nahrungssuche, beim Sonnenbad oder an ihrem Niststandort beobachtet werden.

Bei dieser Bandbreite können wir natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, aber einige der in Dresden verbreiteten Arten wollen wir hier vorstellen. 

Blauschwarze Holzbiene
Xylocopa violacea

Foto: Peter Zuber

Efeu-Seidenbiene
Colletes hederae

Foto: Michael Braune

Filzzahn-Blattschneiderbiene
Megachile pilidens

Foto: Herwig Winter

Frühe Doldensandbiene
Andrena proxima

Foto: Enrico Tomschke

Frühlings-Pelzbiene
Anthophora plumipes

Foto: Jenny Förster

Garten-Blattschneiderbiene
Megachile willughbiella

Bild: Jürgen Mangelsdorf

Gehörnte Mauerbiene
Osmia cornuta

Foto: Robert Kunter

Gelbbindige Furchenbiene
Halictus scabiosae

Foto: Uwe Reese

Gewöhnliche Keulhornbiene
Ceratina cyanea

Foto: Hectonichus

Gewöhnliche Schmalbiene
Lasioglossum calceatum

Bild: Aiwok

Gezeichnete Maskenbiene
Hylaeus pictipes

Foto: USGS Bee Lab

Glockenblumen-Schmalbiene
Lasioglossum costulatum

Foto: Paul Geisendörfer / iNaturalist

Kleine Glockenblumen-Scherenbiene
Chelostoma rapunculi

Foto: Paul Prior

Mai-Langhornbiene
Eucera nigrescens

Bild: Robert Kunter

Spargel-Schmalbiene
Lasioglossum sexnotatum

Foto: Dick Belgers

Wiesenhummel
Bombus pratorum

Foto: Melani Marfeld

Bild: Peter Zuber

Monitoring

Im Rahmen des Projekts werden Wildbienen im Dresdner Stadtgebiet in den Jahren 2024 bis 2027 erfasst. Das verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll eine möglichst vollständige Liste aller in Dresden vorkommenden Wildbienen erstellt werden, zum anderen sollen die Effekte unserer Maßnahmenumsetzung mit einem vergleichenden Vorher-Nachher-Monitoring gemessen werden. Mit dem Wissen, welche Wildbienenarten wo im Stadtgebiet vorkommen, können zukünftig Maßnahmen zur Förderung dieser Artengruppe effizienter geplant und umgesetzt werden. 

Bisher ist die Datenlage zu Wildbienen im Stadtgebiet sehr lückenhaft. Um dies zu ändern, erfassen wir jedes Jahr Wildbienen auf fünf besonders vielversprechenden urbanen Flächen. Diese »Wildbienenmonitoringflächen« umfassen Parkanlagen, Friedhöfe und Sonderstrukturen wie z. B. den Botanischen Garten. 

Bei vier ausgewählten Maßnahmenflächen pro Jahr wird ein Vorher-Nachher-Monitoring durchgeführt. Dazu wird mit einer standardisierten Methodik erfasst, welche Wildbienenarten vor und nach der Maßnahmenumsetzung auf den Flächen zu finden sind. 

Ergebnisse

Insgesamt konnten bisher 205 verschiedene Wildbienenarten in Dresden durch das Monitoring im Projekt nachgewiesen werden (Stand März 2026). Das sind die Hälfte aller in Sachsen bekannter Wildbienenarten nach der Roten Liste der Wildbienen Sachsens von 2005 und knapp ein Drittel aller in Deutschland vorkommender Wildbienenarten.

Auf den Wildbienenmonitoringflächen konnten insgesamt 192 verschiedene Wildbienenarten nachgewiesen werden. Wie die einzelnen Flächen abgeschnitten haben, zeigt die Grafik.

Auf allen Maßnahmenflächen zusammengefasst konnten 103 verschiedene Wildbienenarten nachgewiesen werden. Bisher gibt es für vier Maßnahmenflächen Vorher-Nachher-Ergebnisse und die Ergebnisse lassen sich sehen. Bei allen Flächen gab es einen deutlichen Anstieg der Wildbienenarten als auch der Individuen. Unter den neuen Wildbienen, die erstmals nach der Maßnahmenumsetzung nachgewiesen wurden, waren auch oligolektische Wildbienen. Das sind Arten, die ihren Pollen nur an ganz speziellen Pflanzen sammeln. Unter ihnen soll beispielhaft die Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana) genannt werden. Diese Art sammelt Pollen ausschließlich an Acker-Witwenblume, welche zu den Projektpflanzen gehört, die auf den Maßnahmenflächen gepflanzt wurden. Sowohl an der Maßnahmenfläche Gret-Palucca-Straße 4 als auch Franz-Liszt-Straße 8 wurde die Art nach der Maßnahmenumsetzung an den Projektpflanzen nachgewiesen.